{"product_id":"9783486582550","title":"In Stalins Gefolgschaft : Moskau und die KPD 1928-1933 (Studien zur Zeitgeschichte)","description":"Bislang galten die deutschen Kommunisten der Weimarer Republik als gehorsame Befehlsempfänger Moskaus, die peinlich darauf bedacht waren, nicht von der Linie der Komintern abzuweichen. Dass die Beziehungen zwischen KPD und Komintern jedoch sehr viel widersprüchlicher und komplexer waren, zeigt nun Bert Hoppe auf der Basis von jüngst zugänglich gewordenen Dokumenten aus osteuropäischen Archiven.\u003cbr\u003e\u003cbr\u003eHoppe schildert nicht nur, wie Stalin die Politik der KPD beeinflusste, indem er sein System persönlicher Gefolgschaft auf die deutsche Partei übertrug - er zeigt auch, dass das Verhältnis zwischen den deutschen und sowjetischen Kommunisten häufig von Missverständnissen und Argwohn, die aus ihrer unterschiedlichen politischen Sozialisation erwuchsen, geprägt war.\u003cbr\u003e\u003cbr\u003eDiese Faktoren, so kann Hoppe nachweisen, führten schließlich zu dem paradoxen Ergebnis, dass der sowjetische Diktator seinen Willen in Streitfällen zwar stets gegen die KPD-Spitze durchsetzen konnte, die Moskauer Führung ihre Politik bezüglich der deutschen Partei letztlich aber als eine durchgehende Reihe von Misserfolgen betrachten musste.\u003cbr\u003e Bislang galten die deutschen Kommunisten der Weimarer Republik als gehorsame Befehlsempfänger Moskaus, die peinlich darauf bedacht waren, nicht von der Linie der Komintern abzuweichen. Dass die Beziehungen zwischen KPD und Komintern jedoch sehr viel widersprüchlicher und komplexer waren, zeigt nun Bert Hoppe auf der Basis von jüngst zugänglich gewordenen Dokumenten aus osteuropäischen Archiven. Hoppe schildert nicht nur, wie Stalin die Politik der KPD beeinflusste, indem er sein System persönlicher Gefolgschaft auf die deutsche Partei übertrug - er zeigt auch, dass das Verhältnis zwischen den deutschen und sowjetischen Kommunisten häufig von Missverständnissen und Argwohn, die aus ihrer unterschiedlichen politischen Sozialisation erwuchsen, geprägt war. Diese Faktoren, so kann Hoppe nachweisen, führten schließlich zu dem paradoxen Ergebnis, dass der sowjetische Diktator seinen Willen in Streitfällen zwar stets gegen die KPD-Spitze durchsetzen konnte, die Moskauer Führung ihre Politik bezüglich der deutschen Partei letztlich aber als eine durchgehende Reihe von Misserfolgen betrachten musste. 1;Inhalt;6\u003cbr\u003e2;Vorwort;10\u003cbr\u003e3;Einleitung;12\u003cbr\u003e3.1;Ein stalinistisches Marionettentheater?;12\u003cbr\u003e3.2;Die deutschen Kommunisten, das bolschewistische Modell und die sowjetische Realit t;22\u003cbr\u003e4;I. Seilschaften und Hierarchien;32\u003cbr\u003e4.1;1. Thälmanns Sturz;33\u003cbr\u003e4.2;2. Moralischer Fimmel versus bolschewistische Disziplin;40\u003cbr\u003e4.3;3. Die unwillkommene Radikalisierung;45\u003cbr\u003e4.4;4. Kommunikationsprobleme;51\u003cbr\u003e4.5;5. Die Entmachtung der Versöhnler ;55\u003cbr\u003e4.6;6. Ein Stellvertreterkrieg;60\u003cbr\u003e4.7;7. Säuberungen ;65\u003cbr\u003e4.8;8. Stalins personale Netze;70\u003cbr\u003e4.9;9. Die Autorität Stalins und die Autoritätsprobleme der Komintern;86\u003cbr\u003e4.10;10. Musterknaben;97\u003cbr\u003e4.11;11. Handlungsspielräume?;103\u003cbr\u003e5;II. Ein au enpolitisches Instrument?;106\u003cbr\u003e5.1;1. Priorität der Sowjetunion;107\u003cbr\u003e5.2;2. Ideologie und Realpolitik;110\u003cbr\u003e5.3;3. Im Sande verlaufen;127\u003cbr\u003e6;III. Zwischen Aufstand und Aufruhr;142\u003cbr\u003e6.1;1. Moskau und der Berliner Blutmai von 1929;142\u003cbr\u003e6.2;2. Die Furcht vor dem \"Putschismus\";149\u003cbr\u003e7;IV. Die Krise der Sozialfaschismus -Doktrin;158\u003cbr\u003e7.1;1. Der halbherzige Kampf gegen ultralinke Tendenzen;159\u003cbr\u003e7.2;2. Der Aufstieg der NSDAP und das Ende der Großen Koalition;164\u003cbr\u003e7.3;3. Der Disput um die \"aschistische Diktatur\";170\u003cbr\u003e8;V. Die nationalsozialistische Konkurrenz;176\u003cbr\u003e8.1;1. Marxistischer Nationalismus und sowjetische Nationalit tenpolitik;177\u003cbr\u003e8.2;2. Die nationalpopulistische Wende der KPD;182\u003cbr\u003e8.3;3. Über das Ziel hinausgeschossen;198\u003cbr\u003e9;VI. Der \"wiederentdeckte\" Hauptgegner;204\u003cbr\u003e9.1;1. Eine gute Gelegenheit;204\u003cbr\u003e9.2;2. Ein innerparteilicher Schachzug mit Folgen;208\u003cbr\u003e9.3;3. Reaktionen;213\u003cbr\u003e9.4;4. Außenpolitik oder Revolutionserwartung?;220\u003cbr\u003e10;VII. Zusammenprall der Kulturen;228\u003cbr\u003e10.1;1. Schwatzende Salonbolschewisten und schweigsame Revolutionäre;230\u003cbr\u003e10.2;2. Vegetarische Parteien und gläserne Funktionäre;240\u003cbr\u003e10.3;3. Vom Versuch, ein \"Neuer Mensch\" zu werden;251\u003cbr\u003e10.4;4. Katholische Hausfrauen in der KPD;262\u003cbr\u003e10.5;5. Fundamentalopposition versus \"Legalismus\";270\u003cbr\u003e11;VIII. Von der \"Dritten Periode\" zum \"Dritten Reich\";292\u003cbr\u003e11.1;1. \"Das Geschrei über Hitler\";293\u003cbr\u003e11.2;2. Wahrnehmungsmuster;302\u003cbr\u003e11.3;3. Von der Unterschätzung Hitlers zur vorauseilenden Appeasement- Politik;312\u003cbr\u003e11.4;4. Der Untergang des deutschen Kommunismus;324\u003cbr\u003e12;IX. Selbstzerstörung;330\u003cbr\u003e12.1;1. Wetteifern um Stalins Gunst;331\u003cbr\u003e12.2;2. Föhrerbild und Rollenverteilung;338\u003cbr\u003e12.3;3. Todsönde Illoyalität;344\u003cbr\u003e12.4;4. Verschwörer;349\u003cbr\u003e13;Fazit;356\u003cbr\u003e13.1;Stalins Gefolgschaft und die Anleitung der KPD;357\u003cbr\u003e13.2;Sowjetische Außenpolitik, Revolutionserwartung und die Gegnerfrage;362\u003cbr\u003e14;Abkürzungsverzeichnis;368\u003cbr\u003e15;Zur Transkription russischer Begriffe und Namen;371\u003cbr\u003e16;Quellen und Literatur;372\u003cbr\u003e16.1;Ungedruckte Quellen;372\u003cbr\u003e16.2;Gedruckte Quellen und zeitgen ssische Ver ffentlichungen;374\u003cbr\u003e16.3;Literatur;380\u003cbr\u003e17;Personenregister;394 Bert Hoppe, geboren 1970, 1999-2004 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität zu Berlin, Schwerpunkt Zeitgeschichte. Er lebt und arbeitet in Berlin. \"aufwendige, interessante und überzeugende Arbeit\" Osteuropa 12 (2007) \"Man erhält durch das Buch eine umfassende, auch die individuellen Schicksale einzelner Protagonisten einbeziehende Vorstellung von der Geschichte der KPD in den Krisenjahren der Weimarer Republik und ihrem komplizierten Verhältnis zum `Vaterland aller Werktätigen〓.\" Martin Voelkel, Sezession April 2008 \"überaus anregendes Buch\" Andreas Malycha, H-Soz-u-Kult, 25.2.2008 \"With its meticulous research in former party archieves in Berlin and Moscow, \"In Stalins Gefolgschaft\" provides the best account yet of the interactions among the German Communist Party (KPD), the Comintern and the Soviet leadership.\" Michael David-Fox, The Russian Review, Juli 2008 issue (vol. 67, Nr. 3) \"auf Grundlage vielfach erschlossener und umsichtig ausgewerteter Quellen aus russischen und deutschen Archiven dargestellt und analysiert.\" Max Bloch, webcritics.de \"eine gut lesbare Arbeit\" Harald Jentsch, JahrBuch für Forschung zur Geschichte der Arbeiterbewegung 2008 \"Der flüssige Stil und die prägnanten Thesen machen die Lektüre zum Vergnügen.\" Jan C. Behrends Neue politische Literatur, 3\/ 2008","brand":"Oldenbourg","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":49167037661411,"sku":"00000_00000_00000_00000","price":84.0,"currency_code":"USD","in_stock":true}],"url":"https:\/\/usa.kinokuniya.com\/products\/9783486582550","provider":"Books Kinokuniya USA","version":"1.0","type":"link"}