Walter Serner: Der Pfiff um die Ecke. 22 Kurzgeschichten ĂŒber Hochstapler, Kleinkriminelle, Diebe, ZuhĂ€lter und mehr Erstdruck: Berlin, Elena Gottschalk, 1925, mit dem Untertitel »Zweiundzwanzig Spitzel- und Detektivgeschichten« und der Widmung: »DorothĂ©e Herz gewidmet«. Neuausgabe, herausgegeben von Karl-Maria Guth, Berlin 2026. Der Text dieser Ausgabe wurde behutsam an die neue deutsche Rechtschreibung angepasst. Umschlagabbildung: Amedeo Modigliani, PortrĂ€t eines Mannes mit Hut, 1915 Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt. Henricus - Edition Deutsche Klassik GmbH Ăber den Autor: 1889 in Karlsbad in eine jĂŒdische Familie geboren, konvertiert Walter Eduard Seligmann nach seinem Abitur zum Katholizismus und nimmt den Nachnamen Serner an. Er studiert Jura in Wien und Berlin und schreibt zunĂ€chst BeitrĂ€ge fĂŒr den Kulturteil der Karlsbader Zeitung, spĂ€ter wird er zu einem Stammautor der Berliner Zeitschrift »Die Aktion«. 1914 ĂŒbersiedelt er in die Schweiz, wo er die Literaturzeitschrift »Der Mistral« herausgibt und Kontakt zum Dadaismus findet. Sein VerhĂ€ltnis zu den fĂŒhrenden Dadaisten bleibt zwiespĂ€ltig und er stöĂt zum Teil auf offene Ablehnung. Nach seiner Abwendung von der dadaistischen Bewegung schreibt er Kriminalgeschichten, deren offensiv sexueller Ton fĂŒr Aufsehen sorgt. 1933 setzen die Nationalsozialisten sein Werk auf den Index des unerwĂŒnschten Schrifttums. Am 23. August 1942 wird Walter Serner zusammen mit seiner Frau und 998 weiteren Verschleppten im Wald von Bi ernieki ermordet.
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